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DREI FRAUEN

a film by Maksym Melnyk

produced by Filmuniversity Babelsberg KONRAD WOLF

documentary | Germany | 85 min. | 2022 | 16:9

Crew

Director Maksym Melnyk

Cinematographers Florian Baumgarten & Meret Madörin

Editor Jannik Eckenstaler

Sound Roman Pogorzelski

Music Maksym Melnyk

Production Filmuniversity Babelsberg KONRAD WOLF

Awards

Audience award at Dok Leipzig, 2022

DEFA-Förderpreis at Dok Leipzig, 2022

Bester Dokumentarfilm, FILMZ Festival des deutschen Kinos, 2022

Publikumspreis der Rheinischen Post, Duisburger Filmwoche, 2022

Lobende Erwähnung, Duisburger Filmwoche, 2022

Festivals

65. International Leipzig Festival for Documentary and Animated Film, 2022

21. FILMZ - Festival des deutschen Kinos, 2022

46. Duisburger Filmwoche, 2022

Synopsis

In einem abgeschiedenen Dorf, dessen Name sinngemäß „kalter Ort“ bedeutet, sucht dieser Film nach Wärme in der Begegnung. Das ukrainische Stuschyzja liegt in den Karpaten im Dreiländereck zwischen Polen und der Slowakei. Wo 2019, im Jahr von Selenskyjs Wahlerfolg, kaum noch junge Menschen leben, sind die drei älteren Protagonistinnen – Landwirtin, Postbeamtin und Biologin – fest verwurzelt. Mit der Zeit wird auch das Filmteam, zumindest temporär, zu einem geschätzten Teil der Dorfgemeinschaft.
Zwischen Horoskop-Lesungen im Postamt, Hofarbeit mit der Mistgabel und kirchlichen Segnungen reparaturbedürftiger Pkws nähert sich Maksym Melnyk, selbst gebürtig aus der Oblast Transkarpatien, den drei Frauen an. Sein dokumentarischer Stil ergibt sich aus der Interaktion: Stellt er zu Beginn wie ein Reporter Fragen aus dem Off, rückt er mit zunehmender Nähe zu den Menschen selbst ins Bild. Als „Fliege an der Wand“ begreifen sich heute die wenigsten Dokumentarfilmschaffenden. Aber der Protagonistin vor laufender Kamera ein Schwein zu schenken, sich von ihr die Haare schneiden zu lassen? Das ist dann doch eher ungewöhnlich. Am Beispiel der alleinstehenden Bäuerin Hanna, die Melnyk und Kameramann Florian Baumgarten – ihn nennt sie „der Deutsche“ – wie Söhne behandelt, porträtiert der Film ein entbehrungsreiches Landleben, das in der Bergregion nahe der EU-Grenze im Niedergang begriffen scheint.
(Jan-Philipp Kohlmann)

 

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